Montag 25. April 2022

Und weiter geht es mit Recherchen. Dieses Mal zum Thema Immigration und Integration.

Wir haben uns noch nie so intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt wie in den letzten Tagen. Aber: wir sind dankbar, dass wir uns durch die uns gestellte Aufgabe, vor der wir zuerst ganz schön “Muffen” hatten, hindurch gearbeitet haben.

Viele der gefundenen Antworten haben uns gezeigt, dass das Thema Immigration und Integration jetzt endlich in den Köpfen der meisten unserer Mitmenschen angekommen ist und sehr positiv aufgenommen wird. Entgegen all der Unkenrufe und negativen Berichterstattungen. 

Nachstehend ein kleiner Auszug aus dem Bericht, den gesamten Inhalt findet ihr in diesem PDF.

In Deutschland hat gut jede vierte Person einen Migrationshintergrund – in Westdeutschland galt dies im Jahr 2020 für 29,8 Prozent und in Ostdeutschland für 9,1 Prozent der Bevölkerung. Von allen Personen mit Migrationshintergrund sind 62 Prozent selbst eingewandert und 38 Prozent sind in Deutschland geboren.

Nach Ergebnissen des Mikrozensus 2020 haben rund 21,9 Millionen in Deutschland lebende Menschen Migrationshintergrund. Das entspricht 26,7 Prozent der Bevölkerung. Darunter fallen 10,3 Millionen ausländische und 11,5 Millionen deutsche Staatsangehörige. Vor allem die Zuwanderung aus den “Gastarbeiteranwerbestaaten” und die Aussiedlerzuwanderung haben die Zusammensetzung der Bevölkerung mit Migrationszuschreibung geprägt: So sind 31,5 Prozent dieser Bevölkerung in einem der acht Staaten geboren worden, aus denen von Mitte der 1950er bis Anfang der 1970er Jahre Arbeitskräfte angeworben wurden bzw. haben mindestens ein Elternteil, das dort seinen Geburtsort hat. Weitere 15,1 Prozent der Bevölkerung mit Migrationshintergrund stammen selbst oder mindestens ein Elternteil aus der ehemaligen Sowjetunion. Hauptherkunftsländer von Eingewanderten und ihren (direkten) Nachkommen sind die Türkei (12,6 Prozent), Polen (9,4 Prozent) und die Russischen Föderation (5,6 Prozent). Insgesamt ist die Bevölkerung mit Migrationshintergrund stark europäisch geprägt: 63,1 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund wurden entweder selbst in einem europäischen Land geboren oder haben mindestens ein Elternteil, das aus einem solchen stammt.

Wie sehr die Bevölkerung Deutschlands durch Migration geprägt ist, zeigt sich besonders an der Gruppe der unter Fünfjährigen: 40,3 Prozent von ihnen haben einen Migrationshintergrund.

Die Bevölkerung, die in der Statistik als “mit Migrationshintergrund” ausgewiesen wird, verteilt sich regional sehr unterschiedlich. Während 2020 29,8 Prozent der Bevölkerung in Westdeutschland einen Migrationshintergrund hatte, galt dies in Ostdeutschland nur für 9,1 Prozent der dort lebenden Menschen. In den alten Bundesländern weisen vor allem die Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin sowie die Flächenstaaten Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen einen hohen Anteil an Personen mit Migrationshintergrund auf: Mehr als 30 Prozent der Einwohner:innen dieser Bundesländer sind Eingewanderte und deren Nachkommen. Unter den neuen Bundesländern weist Brandenburg mit 9,4 Prozent den höchsten Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund auf.

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